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Tempeh selber machen

Tempeh selber machen
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Lästermäuler behaupten ja, man könne sich den eigenen Fuß in den Mund stecken und wüsste, wie Tempeh schmeckt. Dazu kann ich nur sagen: Danke Ignoranz, bleibt mehr Tempeh für uns!

Und während mehr Tempeh auf jeden Fall guter Tempeh ist, ist mehr richtig guter Tempeh einfach noch besser. Diese unheimlich tolle Weisheit haben wir in den letzten Wochen und Monaten gelernt, in denen wir die Laborbrillen herausgekramt und uns mit der Tempeh-Herstellung beschäftigt haben.

Das mit dem DIY-Tempeh hat auch (beinahe) auf Anhieb geklappt und die kiloweise mit Pilzkulturen geimpften und gereiften Sojabohnen landeten natürlich auf dem Teller (meist in Form von unserem Bami Goreng, von dem wir nicht genug bekommen können). Wir haben seit dem Sommer wohl mehr Tempeh gefuttert, als in den letzten 10 Jahren! Und glücklicherweise schmeckten die (meisten, es hat eben doch nicht ganz auf Anhieb geklappt) Tempehblöcke auch. Sehr gut sogar. Seeehr gut! Riecht’s hier irgendwie? Muss der Tempeh sein, ich verliere mich hier doch nicht in Eigenlob-Tiraden.

Lass mich dich mal kurz abholen, falls du bisher noch keine Berührung mit Tempeh hattest – sei es aus Angst oder aus Respekt vor dem meist etwas hohen Preisschild auf der Packung.

Tempeh kommt aus Indonesien und wird traditionell aus Sojabohnen hergestellt. Im Gegensatz zu Tofu, der aus Sojamilch gewonnen wird, werden diese im Ganzen zur Herstellung verwendet und so stecken in Tempeh weitaus mehr Nähr- und Ballaststoffe. Mit knappen 20 % Eiweiß könnte Tempeh damit in Zukunft deine finale Endgegner-Antwort auf die immer wieder gestellte Frage sein, woher Veganer denn ihr Protein bekommen.

Tempeh selber machen

Die vorher gekochten Bohnen werden mit Pilzkulturen geimpft, klassisch in Bananenblätter verpackt und dürfen dann im indonesischen Klima 24-48 Stunden reifen. In dieser Zeit macht sich der Pilz zwischen, auf und in den Bohnen breit, die das ziemlich gut finden und sich zum Dank besser verdauen lassen. Heraus kommt ein bissfester Block Tempeh, der jetzt – vorher mariniert oder einfach so – gebraten, gedämpft, geräuchert oder frittiert wird und dann bombastisch gut schmeckt.

Wie? Das ist tatsächlich schwer zu beschreiben. Irgendwie nussig. Aromatisch würzig, aber trotzdem mild. Ist auch kein Wunder, denn wie in jedem anderen Fermentationsprodukt steckt auch in Tempeh eine Portion Umami. Nach Füßen? Wer das behauptet, ist raus.

Tempeh selber machen

Aber ja, das supergesunde Sojabohnen-Pilz-Paket kann unterschiedlich schmecken und wie auch bei Edelschimmelkäse kommt auch ein gewisses Pilzaroma durch. Und wer würde schon behaupten, (veganer) Camembert schmeckt nicht?

Nun haben die meisten Leute – und darüber habe ich mich schon in unserem Fermentations-Special ausgelassen – über die Jahre ja ziemlich verlernt, mit Lebensmitteln umzugehen, die in irgendeiner Art und Weise reifen müssen.

OMG, und was, wenn sich nun Schimmel bildet?

Sieht das noch genießbar aus? Ich finde nicht, dass das noch genießbar aussieht. Wer kann mir sagen, ob das noch genießbar aussieht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das genießbar aussieht.

Wie muss das riechen? Ich brauche exakte Instruktionen!

Und so wird das auch der Grund sein, warum kaum jemand Tempeh selbst herstellt. Hat mit Pilzen zu tun, klingt gefährlich, lasse ich lieber.

Tempeh selber machen

Um es kurz zu machen: Den eigenen Tempeh herzustellen ist wirklich beinahe schon lächerlich einfach und praktisch idiotensicher. Du brauchst nur Sojabohnen, Essig und die qualitativ hochwertige Pilzkultur, die wir günstig hier bestellen. Und du solltest den Backofen für etwa 36 Stunden in Beschlag nehmen dürfen, ohne dass dir jemand den Kopf abreißt, weil die Lust auf Pizza oder Smashed Potatoes zu groß wird.

Wir machen uns den Koch- und Schälprozess einfach und verwenden direkt halbierte Sojabohnen, die in etwa 45 Minuten gar und dazu noch günstiger sind. Tempeh-Puristen vermissen vielleicht die ganzen Bohnen, uns gefällt die etwas feinere Textur des Ergebnisses sogar besser. Die Schalen lösen sich zu einem großen Teil und können während des Kochens einfach abgeschöpft werden. Du musst hier nicht zu genau arbeiten – ein gewisser Schalenanteil kann auf jeden Fall mitverarbeitet werden. Ich sag’ nur Ballaststoffe.

Die Bohnen werden nun abgegossen, abgetropft und sollten nun möglichst gut trocknen, um Schimmelbildung während des Reifeprozesses zu vermeiden. Wir geben sie dazu zurück in den Kochtopf, stellen diesen auf die noch einigermaßen heiße Herdplatte und rühren ab und zu um. Die Hitze lässt die übrige Feuchtigkeit verdampfen.

Die trockenen Bohnen machen wir nun wieder nass – und zwar mit ein wenig Apfelessig – und lassen sie auf etwa 32 °C abkühlen. Nun kommt der Tempeh-Starter dazu, das Ganze wird noch einmal gut durchgerührt und vermischt und damit wäre die Arbeit fast erledigt.

Tempeh selber machen

Die Portionen müssen nur noch zur Reife verpackt werden. Wie schon erwähnt, werden traditionell Bananenblätter verwendet, die wir hier eher selten bekommen. Wir verwenden Frischhaltebeutel mit Zip-Verschluss, die wir vorher flächig alle 2 cm perforieren, um eine Luftzirkulation zu ermöglichen.

Die Beutel werden nun etwa zur Hälfte mit den geimpften Sojabohnen gefüllt, verschlossen, zu „Laibern“ geformt und können so reifen.

An alle Zero Wastler: Kein Grund zum Aufschrei, die Beutel können (gut gewaschen, versteht sich) wiederverwendet werden.

Tempeh selber machen

Ergänzung vom 27. April 2021: Mittlerweile lassen wir unseren Tempeh nur noch in Auflaufformen reifen. Die Menge aus dem Rezept verteilen wir in einer Form mit den Maßen 35 x 25 cm und drücken anschließend alles mit einem sauberen Löffel gleichmäßig glatt auf etwa 3 cm Dicke. Eine weitere Form dient als Abdeckung, die wir während des Reifeprozesses hin und wieder abnehmen, damit allzu feuchte Luft entweichen kann. Ansonsten ändert sich am Prozess nichts, heraus kommt ein wunderbar gleichmäßig vom Pilz durchzogener Tempeh-Kuchen.

Selbstgemachter Tempeh in Auflaufform

Tempeh mag das subtropische Klima seines Herkunftslandes und so sollten wir dem Pilz auch ähnliche Verhältnisse schaffen. Das funktioniert am besten im Backofen und mithilfe einer ganz profanen Wärmflasche.

Diese legen wir auf den Ofenboden, ein einfaches Gitter kommt auf die mittlere Schiene und darauf darf es sich der Tempeh nun für etwa 36 Stunden bequem machen. Die Ofentüre halten wir mit Hilfe eines Essstäbchens einen kleinen Spalt offen, damit Luft zirkulieren kann und die Wärmflasche wird etwa alle 12 Stunden ausgetauscht, um die Temperatur im Ofen zwischen etwa 30 und 34 °C zu halten. Wir prüfen das mit einem ganz einfachen Raumthermometer. Ein paar Grad hin oder her stellt im Regelfall kein Problem dar, die Reifezeit verlängert oder verkürzt sich so jedoch.

Das war’s schon, deine Arbeit ist getan. Gratulation, du dürftest in eineinhalb Tagen deinen ersten Tempeh in den Händen halten können, denn viel schiefgehen kann eigentlich nicht mehr.

Trotzdem gebe ich dir zwei tl;dr-Listen auf den Weg mit.

Tempeh selber machen

Auf was du achten solltest

  • Die gekochten Bohnen sollten gut trocknen. Tupfst du sie mit einem Küchentuch ab, sollte das nicht mehr durchfeuchten.
  • Die Bohnen müssen vor dem Impfen auf etwa 32 °C abkühlen.
  • Benutzt du Frischhaltebeutel musst du auf gute Belüftung achten, also pikse lieber ein paar Löcher mehr hinein, als zu wenige.
  • Die Temperatur im Backofen bzw. Inkubator sollte zumindest in den ersten 12 Stunden relativ konstant zwischen 30 und 34 °C liegen. Nach etwa 12 Stunden erzeugt der Pilz selbst Wärme.
  • Wenn der Tempeh gleichmäßig mit dem weißlichen Pilz überzogen ist, ist er fertig.
Tempeh selber machen

Gute Zeichen, schlechte Zeichen

  • Graue oder gar schwarze Stellen, insbesondere um die Luftlöcher sind kein Grund zur Beunruhigung. Der ausgewachsene Pilz wird einfach dunkel, der Tempeh wurde also zu lange gereift. Im Regelfall ist er noch genießbar.
  • Rötliche, leicht schleimige Stellen hingegen sind ein Zeichen dafür, dass zu wenig Luft an den Tempeh kam oder die Bohnen zu nass waren. Bitte entsorgen und neu beginnen.
  • Vertrau’ deiner Nase. Guter Tempeh riecht nussig, ein wenig nach Champignons. Schlechter Tempeh riecht scharf nach Ammoniak oder modrig.

Was mache ich jetzt mit den 10 kg Tempeh, die ich gerade „geerntet“ habe?

Tempeh ist extrem easy zu handeln. Frisch hält er sich im Kühlschrank etwa 3-4 Tage, im Tiefkühlfach etwa 6 Monate. Du kannst die Laiber auch pasteurisieren, dann hält er sich auch im Kühlschrank etwa 10-14 Tage. Dazu wird der Tempeh (selbstverständlich ohne die “Verpackung”) entweder im Backofen bei 100 °C 20 Minuten gebacken oder im Wasserbad gekocht und anschließend gut abgetropft, bevor er gut verschlossen in den Kühlschrank wandert. Theoretisch sollte auch das Räuchern funktionieren, wir geben Bescheid, wenn wir das getestet haben.

Der selbstgemachte Tempeh sollte vor dem Verzehr gegart werden, ganz frisch kannst du auch so probieren. Manche schwören darauf, den Tempeh auch vor dem Braten kurz zu blanchieren, wir verzichten auf den Schritt und werfen ihn mariniert oder unmariniert direkt in die Pfanne.

Aber natürlich solltest du deinen frischen Tempeh als allererstes mal genießen. Zum Beispiel als Saté-Spieße mit selbst gemachtem Erdnuss-Dip, im Bami Goreng oder einfach scharf angebraten zusammen mit Kichererbsensalat auf den besten Stullen der Welt.

Also, worauf wartest du noch? Du hast doch nicht etwa immer noch Angst vor den Pilzsporen? Ran an die Bohnen und falls du Fragen hast, ab in die Kommentare damit.

Tempeh selber machen

Portionen 1 kg

Selbstgemachter Tempeh

Zubereitungszeit 1 Stunde
Reifezeit 1 day 12 Stunden
  • Sojabohnen in der vierfachen Menge Wasser aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze 45-60 Minuten köcheln lassen, bis sie gar sind und noch einen leichten Biss haben.
  • Bohnen abgießen und gut abtropfen lassen. Zurück in den Topf geben und auf die noch heiße Herdplatte stellen. Ab und zu umrühren, bis die überschüssige Feuchtigkeit verdampft ist.
  • Essig unterrühren und die Bohnen auf 32 °C abkühlen lassen. Anschließend die Tempeh-Kultur unterrühren.
  • Reifebehälter vorbereiten. Dazu zum Beispiel Frischhaltebeutel mit etwa 1 l Fassungsvermögen verwenden und flächendeckend alle 2 cm Löcher hineinpiksen.
  • Etwa bis zur Hälfte mit Bohnen füllen, zu kompakten Laibern formen und die Beutel durch strammes Umfalten verschließen.
  • Bei 30-34 °C für 24-48 Stunden reifen lassen, bis der Tempeh gleichmäßig mit dem weißen Pilz überzogen ist. Wir verwenden dazu den Backofen mit angeschaltetem Licht und eine Wärmflasche, die etwa alle 12 Stunden frisch mit heißem Wasser befüllt wird. Die Ofentür wird mit Hilfe eines Essstäbchens einen Spalt offen gelassen.

Unsere Tipps

Frischer Tempeh hält er sich im Kühlschrank etwa 3-4 Tage, im Tiefkühlfach etwa 6 Monate. Die Laiber können auch pasteurisiert werden, dann halten sie sich auch im Kühlschrank etwa 10 Tage. Dazu wird der ausgepackte Tempeh entweder im Backofen bei 100 °C 20 Minuten gebacken oder im Wasserbad gekocht und anschließend gut abgetropft.

Tempeh selber machen

 

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Zu Steady

Die nerdige Hälfte von Eat this! Liebt es, auch aufwändiger zu kochen und ist deshalb vermutlich für die langen Rezepte auf dem Blog verantwortlich. Kann nie genügend Kochmesser haben und liebt Chilis in allen Formen und Farben. In der Freizeit sitzt er gerne auf dem Fahrrad und hört dabei Metal.


344 comments

Gib deinen Senf dazu!

  1. Hallo,

    als langjaehrige Veganerin und wahrer RealFoodFan bin von Eurer Seite total begeistert. Danke schoen !

    Hab mir mal ein wenig Gedanken gemacht ueber die Gesundheitswirkungen beim Tempeh:
    Bleiben die beim Einfrieren auch erhalten (je kuerzer der Winterschlaf desto besser, versteht sich) ?
    Und ueberhaupt: Im Internet tummeln sich die Gesundheitsaspekte von Tempeh, aber worauf beziehen die sich – auf Naehrstoffuntersuchungen des rohres gekochten, gedaempften, gebratenen oder frittierten Tempehs oder nur auf Untersuchungen des Mycels oder nur des Trockenstarters (also Pilz im Ruhrzustand und Reis) ?
    Praktische Untersuchungen, also Lagerung, Zubereitung, Verzehr an Menschen wird es ja wohl nicht geben.
    Ich finde nichts dazu im Internet. Wisst Ihr da mehr ? Weiss irgendjemand, der das hier liest, mehr darueber ? Wuerde mich riesig freuen.
    Tempeh ist super lecker und fuer mich die beste Alternative zur grausamen Welt des Fleischverzehrs !

    Habt Ihr auch schon daran gedacht, Miso selbst zu machen ? Ist ja der gleiche Pilz, soweit ich weiss. Ist nichts schnelles, weil es ja am besten im Steintopf mit Wasserrinne ein paar Monate reifen muss.
    Ein DIY Miso Abenteuer bei Euch wuerde mich und all die anderen DIY Veganer riesig freuen.

    Bitte denkt doch mal darueber nach, eine englisch sprachige Seite zu machen. Ich koennte dann alles viel besser via social media verbreiten.
    Ich weiss, das Leben ist kein Ponyhof und bei Euch bin ich auch nicht auf einem Wunschkonzert 🙂 Aber es waere super von Euch, wenn Ihr mir und all den anderen neugierig Gebliebenen das ein oder andere positiv beantworten wuerdet.

    Nochmals Danke und liebe Gruesse !
    Julie

    1. Hallo liebe Julie,

      ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, wie ich deine Fragen zu den gesundheitlichen Wirkungen verstehen soll. Die Nährstoffzusammensetzung verändert sich ja schonmal durch das Einfrieren nicht bzw. nur in Maßen (durch Feuchtigkeitsverlust etc.). Ernährungsphysiologisch bleibt der Tempeh also gleich und da sollten die Quellen natürlich vom Tempeh im Rohzustand ausgehen, denn frittierter Tempeh hat selbstverständlich einen höheren Fettgehalt, als ein roher oder gedämpfter.

      Miso wird mit einer anderen Pilzkultur hergestellt, aber ja, das Projekt ist auf der Todo-Liste – genauso, wie die englische Seite, aber wie du schon richtig schreibst: Das Leben ist kein Wunschkonzert und leider kamen wir bisher rein aus Zeitgründen einfach nicht dazu, uns darum zu kümmern. Aber mal sehen, was 2019 so bringt.

      Dennoch tausend Dank und liebe Grüße
      Jörg

      1. Danke, lieber Joerg,
        fuer Deine Beantwortung meiner Fragen, sehr freundlich.
        Mir ging es um den Naehrstoffverlust bei der Lagerung oder Zubereitung.
        Ach, schade, fuer Miso ist also wieder eine andere Kultur erforderlich, auf dem Video ist nur von Koji die Rede.
        https://www.youtube.com/watch?v=WOVaBpmpf0A

        Dass Ihr eine tolle Seite habt, erwaehnte ich bereits, gelle *zwinker*

        Vielen Dank und liebe Gruesse,
        Julie

      2. Hallo liebe Julie,

        das werden dir wohl eher wenige Leute beantworten können, allerdings dürften besonders beim Einfrieren nicht besonders viele Nährstoffe verloren gehen 😉

        Koji ist keine Kultur, sondern der mit der Pilzkultur geimpfte Reis (oder auch andere Getreidesorten), der so sozusagen als Trägermaterial dient.

        Liebe Grüße
        Jörg

  2. Ach, ich komme mir langsam vor wie ein Ammoniakproduzent.
    Soja- Ammoniak
    Weisse gebrochne Bohnen-super Ammoniak.
    Was mach ich falsch?
    Zu feucht?
    Zu wenig Kultur?
    Zu kalt?dazu gibt es Themperaturamgaben von28-38 Grad im Netz.
    Oder woran mag das liegen?
    Danke für eure Antwort

    1. Hi!

      Ein leichter Ammoniakgeruch ist noch kein wirkliches Problem. Wird er stärker, hast du den Tempeh vermutlich zu lange fermentiert. Hat sich denn eine durchgehende Pilzschicht gebildet?

      Liebe Grüße
      Jörg

  3. Nadine, Jörg – ich DANKE euch für diese wunderbare Inspiration, die meinen kulinarischen Entdeckerdrang mal wieder geweckt hat! Jetzt halte ich knapp 1 kg fertigen Tempeh (aus 500 g ganzen, von Hand geschälten Sojabohnen) in den Händen und bin stolz wie Bolle! 🙂

    Mein erster Versuch ist leider misslungen, da ich kein Thermometer verwendet hatte und es dem Pilz wohl zu warm geworden ist (lieber nicht auf die Temperaturanzeige am Backofen verlassen!). Also 4 € investiert und ein Raumthermometer gekauft und beim 2. Anlauf hats dann direkt geklappt. Mit dem übrigen Tempeh-Starter kann ich bestimmt noch einige Male Tempeh machen.

    Tausend Dank für die Inspiration, die ausführliche Erklärung und eure wunderbare Homepage!

    Alles Liebe, Dominique

    1. Hej Dominique,

      dankeschön für dein tolles Feedback! Jap, so ein Thermometer ist auf jeden Fall eine gute Anschaffung 😁Schön, dass es dann so gut geklappt hat. Wie gesagt, wenn man sich an ein paar einfache Regeln hält, ist es echt ein Kinderspiel ☺️ Wir schweben auch immer noch auf Tempeh-Wolke Nummer sieben, haha!

      Liebst,
      Nadine

  4. Hallo Jörg!

    Glaubst du klappt der Tempeh auch, wenn ich ihn mit ganzen Sojabohnen mache oder müssen die halbiert sein?
    Und weißt du ob man den Starter auch in einem “normalen Laden” bekommt, ich bestelle nicht gern übers Internet.

    Danke schon mal und liebe Grüße,

    Michaela

    1. Hallo Michaela,

      natürlich klappt es auch mit ganzen Sojabohnen. Wie ich beschrieben habe, müssten die allerdings geschält werden, da sonst der Pilz nicht in die Bohnen gelangen kann. Deshalb wählen wir die einfache Abkürzung mit den halbierten Bohnen.

      Bei der Kultur wird es im Laden schwierig werden.

      Liebe Grüße
      Jörg

  5. Danke für die, mal wieder, tolle Anregung. 🙂
    Ich habe das fertige Tempeh gerade in den Kühlschrank gelegt. Gestern Abend haben wir schon eine Portion im Airfryer gebacken und getestet – so lecker!
    Eine Frage habe ich noch: packt Ihr das fertige Tempeh um oder lagert Ihr es erstmal in der Tüte in der es sich befindet?
    Liebe Grüße und macht weiter so.
    Christine

  6. Ich oute mich hiermit als Erste mit einem misslungenen Versuch. XD
    Bevor ich in die nächste Runde starten kann, wird noch einige Zeit ins Land ziehen- bis dahin erinnere ich mich und alle Kommentareleser hiermit an die oberste Regel des Tempehismus:
    Nur eine trockene Bohne ist eine gute Bohne – wer Kondenswasser im Frischhaltebeutel hinterlässt, der muss eine Runde zum Nachtrocknen in die Ecke.

    PS: ich wünsche mir einen Beitrag zum Thema Geduld-in-der-Küche. Om.

    1. Hi Jenny,

      oh nein, wie Schade! Aber klar, kann passieren – und das mit der Ungeduld kenne ich nur zu gut 🙈Halte durch, das nächste Mal klappt’s bestimmt 😅🙌🏼Trotzdem viel Spaß (und Geduld) beim nächsten Mal!

      Lieben Gruß,
      Nadine

  7. Hi! Ich mache auch schon lange meinen eigenen Tempeh, genau wie ihr es in eurer Anleitung schildert (nur darf er bei mir in den Dörrautomaten, da ist es konstant kuschelig warm …) und anschließend räuchere ich ihn:-) Das geht ganz einfach: Ich nehme Hickory-Räucherspäne, verteile diese auf dem Boden eines großen gusseisernen Topfes, stelle ein entsprechendes Gitter darüber (z.B. eines aus der alten ausrangierten Mikrowelle oder ein rundes Kuchengitter zurecht biegen…), lege den Tempeh-Block darauf und werfe entweder den Grill an und stelle den Topf darauf bis die Späne zu schwelen beginnen. Räucherzeit ca. 1 Std. Oooooooder, aber nur ungern, nutze ich den Herd. Dann habe ich aber tagelang den Räuchergeruch im Haus. Ich mag`s ja supergerne, aber die Mitbewohner … 😉 Na ja, am einfachsten ginge es mit dem Räucherkasten meines Nachbarn, aber da quoddelt auch so manches Mal ein Fisch oder eine Leberwurst drin rum, das finde ich dann weniger cool :-0. Ein HOCH auf den gusseisernen Topf:-) Danke für eure vielen tollen Anregungen. Ein in eurem Falle angebrachtes WEITER SO! 🙂

    1. Hi Sharon,

      oh ja, selbstgeräuchert klingt auch ganz wunderbar! Müssen wir unbedingt auch noch ausprobieren und steht schon auf unserer To-Do-Liste 🤗Tausend Dank für dein Feedback, freuen wir uns sehr 🙏🏼

      Lieben Gruß,
      Nadine

  8. Hallo Ihr Beiden,
    Starter ist schon eingetroffen, Sojabohnen kommen morgen >> hab ich natürlich direkt bestellt 😉.
    Dann lege ich morgen sofort los und bin auf das Ergebnis gespannt 😏. Ich hoffe sehr, dass mir “Euer” Tempeh besser schmeckt als sie vielen Testkäufe ……..
    Vielen Dank für dieses Rezept und liebe Grüße,
    Jutta

      1. Hallo Ihr Beiden……..ENDLICH habe ich es geschafft die TempehHerstellung anzugehen. Ich muss sagen, es ist wirklich sehr spannend. Blöderweise hab ich mich bei den 36 Stunden verrechnet und er wird in etwa 3 Std fertig sein, einiges nach Mitternacht 🙈.
        Als ich vorhin mal einen Blick gewagt habe, bemerkte ich etwas weißen Flaum. Ist das Okay oder ein Zeichen von Schimmelbildung? Sonst sieht er super aus. Keine schwarzen Stellen oder unangenehmer Geruch……
        Liebe Grüße und einen guten Rutsch ins Jahr 2019 ,
        Jutta

      2. Hallo liebe Jutta! Gut, dass wir den Kommentar gerade noch sehen, nicht, dass der gute tempeh aus Angst im Müll landet. Der weiße Flaum ist GENAU, was du haben möchtest. Also alles gut 👌☺️

        LG
        Jörg

  9. Hört sich klasse an, ich werde das auf jeden Fall einmal ausprobieren 🙂 Danke für das Rezept!
    Ich muss allerdings sagen, dass mich die Variante mit den Gefrierbeuteln irgendwie abschreckt. Habt ihr schon einmal ausprobiert einen Beutel zur Herstellung von Nussmilch oder ein Passiertuch zu verwenden? Dürfte die Bohnen zusammenhalten (mit Baumwolle anstatt Kunststoff) und gleichzeitig genügend Luft ran lassen …oder?!

    1. Hi Lisa,

      das freut uns, danke! Die Beutel sind super einfach wiederverwendbar, falls es dir auch um das Müllthema geht? Die anderen Varianten haben wir noch nicht probiert, aber wir freuen uns natürlich über Feedback dazu 🤗

      Lieben Gruß,
      Nadine

    2. Habe die Variante mit dem Passiertuch kürzlich auch ausprobiert. Zunächst war es schwieriger die Masse in Form zu bringen und dann auch zu halten. Runde Formen haben sich da als praktisch erwiesen. Der Pilz hat sich auch gut entwickelt, aber insgesamt war der fertige Tempeh sehr trocken, verglichen mit den Plastikvarianten. Aber ich probiere weiter…

      1. Hi 🙂
        ich nutze, wenn ich Vurst dämpfe, seit langem einfacheStofftaschentücher aus Baumwolle. Die habe ich bei der letzten Tempehherstellung getestet. Es hat zwar funktioniert, aber im Vergleich zu den Tempehstücken aus der Plastiktüte waren sie auch eher trocken und hielten auch nicht so gut zusammen.
        Den nächsten Versuch werde ich mit Glasauflaufformen starten.
        Liebe Grüße und macht weiter so mit Euren tollen Ideen!
        Christine