Veganer Nussbraten mit geschmortem Lauch und Pilzen

Veganer Nussbraten mit Lauch und Pilzen
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Hast du schon eine Idee fürs vegane Weihnachtsmenü? Bei uns gibt es dieses Jahr einen leckeren Nussbraten mit Lauch & Pilzen.

Klingt „Nussbraten“ sexy? Geht so – zugegebenermaßen. Das ist auch der wahrscheinlich einzige Grund, warum selbst wir bisher noch nie einen Nussbraten auf dem Tisch hatten. Und das, obwohl allein schon die Zutatenliste nach dekadentem veganem Festmahl klingt. Nüsse. Steinpilze. Champignons. Gewürze. Rotwein. Umami pur!

Ganz besonders schick wird unser Nutroast durch das Topping aus angedünstetem Lauch.

Oh, das klingt aber ganz schön kompliziert.

Nein, nein, auf keinen Fall! Unser Nussbraten ist so ziemlich das einfachste Gericht, welches jemals bei uns an Weihnachten auf dem Tisch stand. Ein klein wenig Vorbereitung steht auf deiner To-do-Liste, den Rest erledigt dein Freund, der Backofen. Und die Beilage, köstliches, balsamico-glasiertes Wurzelgemüse mit Cranberries und Rosmarin, kannst du gleich mit garen.

Apropos Vorbereitung: Du kannst den Teig für den Braten schon am Vorabend zubereiten und lagerst das Ganze dann einfach im Kühlschrank. Stress am Weihnachtsabend? Schnee von gestern.

Also, lasst uns doch bitte alle mal in uns gehen und dann fragen wir uns, warum man so etwas Leckerem, wie einem Nussbraten nicht mit ein bisschen mehr Respekt gegenübertritt. Zum Beispiel, indem man ihn zum Mittelpunkt des Weihnachtsmenüs macht. Na, bist du dabei?

Zum veganen Weihnachtsmenü 2015 gehört außerdem

Viel Spaß beim Nachkochen!

Veganer Nussbraten mit Lauch und Pilzen

Portionen 8 Portionen

Veganer Nussbraten mit geschmortem Lauch und Pilzen

Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde
Gesamtzeit 1 Stunde 30 Minuten
  • Getrocknete Pilze 20 Minuten in 150 ml heißem Wasser einweichen. Anschließend abgießen und klein hacken, 50 ml des Einweichsuds auffangen.
    15 g getrocknete Steinpilze
  • Lauch in Ringe schneiden. ½ EL Öl in eine heiße Pfanne geben, Lauch bei mittlerer Hitze 5 Minuten weich dünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken, aus der Pfanne nehmen und bis zur Weiterverwendung beiseitestellen.
    ½ Stange Lauch, 2 ½ EL Olivenöl, ½ TL Salz, ½ TL schwarzer Pfeffer, 1 Prise Muskat
  • Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Sellerie, Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Champignons würfeln.
    1 Stange Stangensellerie, 2 Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen, 200 g braune Champignons
  • Restliches Olivenöl in eine heiße Pfanne geben. Zwiebelwürfel, Sellerie und Pilze 10 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Knoblauch und Linsen hinzufügen und weitere 3 Minuten schmoren.
    2 ½ EL Olivenöl, 1 Stange Stangensellerie, 2 Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen, 200 g braune Champignons, 100 g gekochte braune Linsen
  • Gemüse mit Rotwein ablöschen, 2 Minuten bei niedriger Hitze schmoren lassen.
    100 ml Rotwein
  • Mandeln und Walnüsse in einer Küchenmaschine grob zerkleinern oder mit einem Küchenmesser fein hacken.
    100 g Mandeln, 100 g Walnüsse
  • Leinsamen mit 4 EL Wasser vermengen. Flohsamen mit 50 ml Wasser und dem beiseite gestellten Pilzsud vermengen und 5 Minuten quellen lassen.
    2 EL Leinsamen, 2 EL Flohsamenschalen
  • Gemüse (außer dem Lauch) in eine große Schüssel geben und mit dem Kichererbsenmehl vermengen. Räuchertofu mit den Händen fein zerkrümeln und unterheben.
    2 EL Kichererbsenmehl, 50 g Räuchertofu
  • Mit Sojasauce, Hefeflocken, Thymian, Rosmarin und Ahornsirup würzen. Nüsse, Leinsamen und Flohsamenschalen hinzugeben und gut vermengen. Bei Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    1 EL Sojasauce, 1 EL Hefeflocken, 1 TL Thymian, ½ TL Rosmarin, 2 TL Ahornsirup
  • Eine Kastenform mit ca. 30 cm Länge mit Backpapier auslegen und den gedünsteten Lauch hineingeben. Gleichmäßig verteilen und leicht andrücken. Die Nussbratenmischung darauf geben und glatt streichen.
    ½ Stange Lauch
  • Nussbraten mit Alufolie abdecken und 45 Minuten backen. Folie nach 45 Minuten entfernen und weitere 15 Minuten fertig backen.
  • Nach dem Backen 5–10 Minuten setzen lassen und anschließend vorsichtig auf einen Teller stürzen.

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Zu Steady

Die nerdige Hälfte von Eat this! Liebt es, auch aufwändiger zu kochen und ist deshalb vermutlich für die langen Rezepte auf dem Blog verantwortlich. Kann nie genügend Kochmesser haben und liebt Chilis in allen Formen und Farben. In der Freizeit sitzt er gerne auf dem Fahrrad und hört dabei Metal.


159 comments

Gib deinen Senf dazu!

  1. Hallo ihr Beiden,

    dieses Jahr gibt es für die ganze Familie ein veganes Weihnachtsmenü. Allerdings sind Pilzehasserinnen dabei. Gibt es die Möglichkeit didese zu ersetzen? Was schlagt ihr da vor?

    Liebe Grüße,
    Debora

    1. Hallo liebe Debora,

      die Pilze sind eben für den ordentlichen Punch Umami verantwortlich. Der Braten schmeckt jetzt aber auch nicht wirklich nach Pilzen. Ersetzen könntest du mit anderen intensiven Zutaten, beispielsweise mit getrockneten Tomaten.

      Liebe Grüße
      Jörg

  2. Hallo ihr Zwei,
    zu Weihnachten soll dieser Braten Teil unseres veganen Menüs werden und heute gabs den Probelauf. Konsistenz war wirklich super und hat allen gut gefallen, allerdings war uns der Braten ein bisschen zu lasch. Bei und gab es allerdings keine Sauce dazu, sondern Ofengemüse und Mandel”feta”. Habt ihr eine Idee was man noch reinmachen kann? Mehr Sojasauce? Evtl. Rauchsalz?

    Liebe Grüße

  3. Hallo Ihr Lieben,
    habe gestern den Nussbraten ” probegekocht “. Habe heuer die Ehre das Weihnachtsessen für meine Omni-Familie auszurichten, gar nicht so einfach da das richtige zu finden.. aber was soll ich sagen, er schmeckt hervorragend! Musste nur anstatt des Kichererbsenmehls auf Maismehl ausweichen..
    Mit der göttlichen Bratensauce dazu.. Herrlich !! Weihnachten kann kommen.. Vielen Dank für das tolle Rezept.

  4. Hallo ihr Lieben, ich würde gerne den Braten ausprobieren. Vertrage kein Soja. Ist der Tofu als Geschmackgeber drin? Kann ich ihn einfach weg lassen, oder brauche ich eine Alternative? Herzlichen Dank.

  5. Der Braten sieht fantastisch aus und ich freu mich darauf, ihn dieses Wochenende für unsere Gäste zu machen.
    Hierzu zwei kurze Fragen:
    – Kann ich die gemahlenen Leinsamen auch durch zwei weitere EL Flohsamenschalen ersetzen?
    – Hefeflocken bekomm ich bei uns nicht. Wie könnte ich die ersetzten, falls überhaupt nötig?
    Vielen lieben Dank!

    1. Hallo liebe Tina,

      wir bevorzugen die Kombi aus Leinsamen und Flohsamenschalen, da die Flohsamen alleine ein bisschen arg “schleimig” werden können. Hefeflocken solltest du mittlerweile eigentlich in jedem Bioladen bekommen. Einen 1-zu-1-Ersatz gibt es nicht (sehen wir mal von Glutamat ab), du könntest aber auch Misopaste verwenden.

      Liebe Grüße
      Jörg

  6. Nachgekocht und Fleischessern aufgetischt…. hat sehr gemundet… allen. Klasse Rezept. Das habe ich nicht zum letzten Mal gekocht. 🙂 Vielen Dank.

  7. Hallo,
    Ich beäuge euren Blog schon lange und hab schon so manches Rezept wie Kashmiri curry gekocht und sehr gemocht. Ich esse vegetarisch, und mein Neujahrsvorsatz ist, öfters vegan zu essen.. also gab’s für Gäste gestern den Nussbraten mit veganer Bratensoße nach euren Rezepten und obwohl da (inklusive meinem Freund) zwei Fleischliebhaber am Tisch saßen, waren sie hin und weg vom braten und der Soße. Heute die Reste mit der besten Freundin getilgt, auch sie war voll begeistert – grandioses Rezept, riesenlob an euch! Hab dazu noch rotkraut gemacht und es war ein tolles Essen. Beim Braten hab ich statt Mandeln zu hacken direkt gemahlene verwendet und statt Kichererbsenmehl normales, ist trotzdem gut gelungen.
    Vielen Dank für die vielen tollen Rezepte und Fotos, ihr macht es mir leicht meinen Vorsatz etwas häufiger umzusetzen und grüße aus Frankfurt 🙂

    1. Hallo liebe Madalina,

      das freut uns wirklich mega, vielen lieben Dank! ☺️ Dann wünschen wir weiterhin viel Spaß beim Nachkochen 🙌🏼

      Liebst,
      Nadine

  8. bei mir war der Nussbraten ne Katastrophe. Er war matschig , also die Konsistenz war einfach so widerlich und enttäuschend dass man keine Lust hatte, was davon zu essen. Obwohl der Geschmack im Grunde nicht schlecht war. Der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ergebnis. Da mach ich mir lieber ne Pilz-Nuss-Pfanne. Das geht zig mal schneller, und schmeckt dann auch.
    AAAber eure dazu empfohlene Bratensauce, würde ich wieder machen, die war super !

      1. Ich freue mich schon so das Rezept zu testen!
        Allerdings muss ich einen Ersatz für den Rotwein verwenden, habt ihr mir einen Tipp?

        Liebe Grüße Christina

      2. Hallo liebe Christina,

        du könntest den Rotwein durch eine kräftige Gemüsebrühe, durch einen alkoholfreien Wein oder durch Traubensaft und etwas Apfelessig für die Säure ersetzen. 🙂

        Liebe Grüße
        Jörg

  9. Dieser Braten sieht so lecker aus! Und auch wenn die meisten gerade keine Lust mehr auf Weihnachtsessen haben freue ich mich für meine Gäste an Silvester nochmal ordentlich aufzutischen. Ich bin gespannt wie es gelingt, bisher habe ich noch keinen gegangen “Braten” ausprobiert aber freue mich über das (und auch die vielen anderen super Rezepte) hier auf eurer Seite! Danke für all eure Mühen und den super content (auch im Newsletter:))

    1. Ich habe gerade zum dritten Mal seit Weihnachten letztes Jahr diesen Braten gemacht. Irgendwie nie so ganz nach Rezept (ich halt…🤣🙄) aber geschmeckt hat es im großen und ganzen immer. Wobei es vom ersten Probelauf (mit grob gehackten Nüssen, 100g TROCKENEN Linsen und ohne Flohsamenschalen und Hefeflocken) bis heute doch etwas besser geworden ist. Bei mir sind alle zufriedener mit fein geraspelten Nüssen und Mandeln, sodass alles homogener wird. Und meiner Meinung nach muss für den Geschmack unbedingt noch ein großer EL Senf mit in den Bratenteig. Außerdem habe ich diesmal Zuckerrüben- statt Ahornsirup, Weiß- statt Rotwein und Soja- statt Kichererbsenmehl verwendet. Was man halt so da hat…
      Im Grunde möchte ich einfach andere motivieren, diesen Braten zu probieren, auch wenn vielleicht 2 EL von irgendeiner Zutat gerade nicht im Hause oder überhaupt erhältlich sind. Außer dem Fehler mit den trockenen/gekochten Linsen hat der Braten eigentlich jede Abwandlung gut verkraftet. So, jetzt piept der Braten gerade und will von seiner Folie befreit werden. Nachher lassen wir (außer mir übrigens komplett omni) uns das gute Stück mit Kroketten und Brokkoli schmecken.

      1. Super, das freut uns riesig. Und hey, gerade der Braten bietet sich doch super an, um so ein bisschen mit den Zutaten zu experimentieren! Kroketten dazu klingen wahnsinnig lecker. 🤤

  10. Hallo ihr beiden,

    Bei mir gab es den Braten mit der veganen Bratensoße zu Weihnachten. Habe für die Milchbauernfamily meines Freundes gekocht und da ich entsprechend nervös vor so vielen Skeptikern war gab es den Braten vorher einmal als Probelauf. Im Probelauf habe ich aus Mangel an ganzen Nüsse gemahlene Walnüsse und mandeln gegeben was schon gut war. An Weihnachten gemahlene Walnüsse und gehackte Mandeln, das fand ich noch besser, mein Freund hat es vorher mehr gemocht.
    Insgesamt hat aber jeder brav aufgegessen , einige gelobt und die anderen immerhin nichts negatives gesagt😆
    Also großes Lob für die klasse Rezeptideen!
    Lg
    Carina