Alle Rezepte Süßes

Veganer Rhabarberkuchen mit Streuseln

Veganer Rhabarberkuchen mit Streuseln
Direkt zum Rezept →

Ein feiner Haferflockenkeksboden, eine süß-säuerliche-saftige Rhabarberfüllung, satte, buttrige Streusel und als i-Tüpfelchen eine zart schmelzende Sahnewolke – das ist unser liebster veganer Rhabarberkuchen mit Streuseln!

Endlich wieder Rhabarberzeit! Dieses Jahr konnte ich es ehrlich gesagt fast gar nicht mehr erwarten, mir die ersten leuchtenden Stängel auf dem Wochenmarkt zu schnappen und in meinem Jutebeutel zu versenken. Zwar mit klamm-kalten, zittrigen Fingern (die Handschuhe hatte ich verächtlich an der Wohnungstür liegen gelassen) bei nicht ganz so frühlingshaften 4 °C und einer eisigen Brise auf dem Ulmer Münsterplatz. Aber auch diese konnte mir im Hinblick auf Rhabarberkuchen mit Streuseln und jeder Menge Sahne wirklich nix anhaben!

Dachtest du vielleicht auch, dass Rhabarber so ein altes Urgewächs ist, dass hier bei uns schon seit ein paar Jahrhunderten durch die Bauerngärten und Küchen geistert? Dann muss ich dich und mich leider enttäuschen – dem Rhabarber steckt das „nicht einheimische“ quasi wortwörtlich im Namen und der leitet sich vom lateinischen rheu barbarum ab, was so viel wie „fremdländische Wurzel“ bedeutet.

Rhabarber

Der beliebte „Küchenbarbar“ stammt eigentlich aus dem Himalaja und gelangte im Mittelalter über die arabische Medizin nach Europa und schließlich über ein paar Umwege nach England. Hier durften sich die eher besser betuchteren Bürger seit Mitte des 18. Jahrhunderts über die süß-säuerliche Leckerei freuen. Es dauerte dann noch ein ganzes Weilchen, bis der erste größere Anbau schließlich auch in Norddeutschland Mitte des 19. Jahrhunderts losging und sich dann weiter in den Süden verbreitete.

Schwein gehabt! Ich mag mir den Frühling nämlich nicht ohne meinen Rhabarber vorstellen!

Veganer Rhabarberkuchen mit Streuseln

Easypeasy veganer Rhabarberkuchen mit Streuseln Step-by-Step

Los geht’s mit einem supereinfachen, leckeren Boden aus Mehl, Haferflocken, Zimt, Rohrohrzucker und veganer Butter. Dazu werden die trockenen Zutaten einfach schnell vermengt und die kalte Butter in Stückchen dazu gegeben. Die Masse verkneten wir dann fix per Hand zu einem leicht krümeligen Teig, der sich super in einer – am Boden mit Backpapier ausgelegten und an den Rändern leicht eingefetteten – Springform zu einem glatten Keksboden verarbeiten lässt. Das geht mit der Rückseite eines Esslöffels kinderleicht.

Für die saftigen Butterstreusel als Topping vermengen wir schnell noch Mehl, Zucker und ebenfalls kalte Butterstückchen mit einer Gabel und anschließend rasch mit den Händen zu dicken, satten Streuseln und stellen diese ebenfalls im Kühlschrank kalt.

Während Boden und Krümel eine Runde im Kühlschrank entspannen, kümmern wir uns um unsere Rhabarberstangen, die wir nur waschen, aber nicht schälen. Gerade die Schalen verleihen dem Kuchen die schöne zartrosa Farbe und die Haut ist weder fasrig noch ledrig, sondern genauso weich wie das Fruchtfleisch auch. Ich schäle Rhabarber wirklich nie! Die Stangen scheiden wir in 1-2 cm große Stücke und geben sie in einen heißen Topf, in dem wir zuvor schon etwas vegane Butter zusammen mit Zimt und Zucker karamellisiert haben und schwitzen alles etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze an. Sobald etwas Fruchtsaft ausgetreten ist, geben wir etwas Speisestärke hinzu und vermengen alles gleichmäßig.

Haferflockenboden

Jetzt kann die Rhabarbermasse auch schon heiß in die Springform gefüllt, mit den Butterstreuseln getoppt und anschließend ab in den Ofen geschoben werden.

Auch wenn der Kuchen lauwarm schon lecker ist, lässt er sich komplett abgekühlt einfacher schneiden und so ein bisschen durchgezogen schmeckts einfach noch viel besser. Wir haben unsere Stückchen mit einem ordentlichen Klecks veganer Schlagsahne getoppt. Die Kombination aus knusprigem Haferflockenkeksboden, süß-säuerlicher Rhabarberfüllung, buttrigen Streuseln und zart schmelzender Sahnewolke ist ein absolutes Frühlings-Highlight!

Aber Schluss jetzt mit dem Laber-Rhabarber, viel Spaß beim Backen!

Veganer Rhabarberkuchen mit Streuseln

Portionen 10 Stücke (Ø 24 cm Springform)

Veganer Rhabarberkuchen mit Streuseln

Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 50 Minuten
1 Stunde 10 Minuten

Für den Boden

Für die Füllung

Für die Streusel

Für den Boden

  • Haferflocken, Mehl, Zucker, Zimt und Salz vermengen. Kalte, vegane Butter in kleine Würfel schneiden, zur Mehlmischung geben und mit den Händen rasch zu einem bröseligen Teig verkneten.
  • Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, die Seiten mit etwas veganer Butter oder Öl fetten. Den Teig mit den Händen gleichmäßig am Boden festdrücken. Zum Schluss alles mit einem Esslöffel glattstreichen und bis zur Weiterverarbeitung in den Kühlschrank stellen.
  • Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für die Füllung

  • Rhabarber waschen, nicht schälen und in 1-2 cm große Stücke schneiden.
  • Vegane Butter in einen heißen Topf geben, Zimt und Zucker 30 Sekunden unter Rühren bei niedriger bis mittlerer Hitze anschwitzen. Rhabarber hinzugeben und 3 Minuten schmoren, bis etwas Saft austritt. Ab und zu umrühren. Speisestärke unterrühren und 3-4 Minuten leicht köcheln lassen, dabei häufig umrühren.
  • Masse in die Springform füllen und beiseite stellen.

Für die Streusel

  • Mehl, Zucker, Vanillemark und Salz vermengen. Kalte Butter in kleine Würfel schneiden und zur Mehlmischung geben. Mit den Händen rasch zu Streuseln formen und auf die Kuchenmasse geben.
  • Kuchen auf mittlerer Schiene 50-55 Minuten backen. Anschließend komplett abkühlen lassen.

Unsere Tipps

Uns schmeckt dazu die aufschlagbare vegane Sahne von Schlagfix besonders gut.

Veganer Rhabarberkuchen mit Streuseln

Unterstütze uns

Für diesen Post haben wir keinen Sponsoren. Aber auch du kannst uns unterstützen und uns dabei helfen, dieses kleine Business aus Herzblut und viel Liebe zum Essen am Laufen zu halten. Was sagst du? Hast du Lust auf viele weitere Küchenabenteuer mit uns? Dann komm in die „Sriracha-Gang“ auf Steady.

Zu Steady

Seit 2005 aus ethischen Gründen glücklich vegan. Ist dem Backen von gutem Sauerteigbrot verfallen, würde für Kartoffeln ihr letztes Hemd geben und wird deshalb auch Mrs. Potato Head genannt. Träumt außerdem vom eigenen Permakulturgarten mit den Bremer Stadtmusikanten.


90 comments

Gib deinen Senf dazu!

  1. Der Kuchen konnte alle begeistern (sowohl Veganer*innen als auch nicht Veganer*innen)! Wirklich super lecker, wurde ganz bestimmt nicht das letzte Mal gebacken!🤩😋

    Herzlichen Dank euch Beiden für dir ganzen köstlichen und immer sehr anschaulichen Rezepte hier auf eurem Foodblog! Es ist immer wieder eine große Freude, neue Gerichte von euch auszuprobieren 💯🥰

      1. Der Kuchen war echt lecker. Nur der Boden beim frisch gebackenen Kuchen war etwas schwer zu schneiden, weil er sehr kompakt war. Habe ich den etwa zu fest in Springform gedrückt? Oder eürde die Zugabe von etwas Backpulvr (etwa 1/2 TL) dagegen helfen? Was meint Ihr?

      2. Das ist eigenartig, das Feedback haben wir bislang nicht bekommen. Vielleicht hast du ihn tatsächlich etwas zu fest gepresst.

        Liebe Grüße
        Jörg

    1. Hi Sonja,

      es funktioniert theoretisch auch ganz ohne Haferflocken und geht dann eher in die Richtung klassischer Mürbteig. Ich würde dann vielleicht noch einen Teelöffel Zitronenzesten hinzugeben für etwas mehr Geschmack. 🙃 Viel Spaß!

      Lieben Gruß,
      Nadine

    1. Kräftig mit dem Schneebesen rühren. 😉
      Du kannst die Stärke notfalls auch vorher mit minimal Wasser anrühren, die Menge sollte sich jedoch eigentlich relativ gut einrühren lassen.

  2. Hmmm, sieht der köstlich aus, ich würde den gerne probieren und das Mehl durch glutenfreies ersetzen (also eine klassische Kuchenmehlmischung). Habt ihr da Erfahrungswerte oder direkt einen Tipp? Liebe Grüße Anja

  3. Hey 🙂

    Wie lässt der Kuchen sich denn am besten lagern? Bzw wisst ihr, ob man ihn auch einfrieren kann?

    Ich bin alleine und red mir mal ein, dass ich nicht den ganzen Kuchen auf einmal essen werde 😀

    Liebe Grüße

    1. Hey liebe Miriam,

      der Kuchen hält sich locker mindestens 2-3 Tage im Kühlschrank, ansonsten lässt er sich auch prima einfrieren. 😁✌️

      Liebst,
      Nadine