Richtig guten Seitan selber machen

Seitan selber machen
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Seitan. Proteinreicher, veganer „Fleischersatz“, den wir eigentlich nicht so nennen möchten. Wir zeigen dir, wie du ihn selbst herstellst und warum Seitan weder ungesund, noch teuer sein muss.

Versteh’ mich nicht falsch. Wir finden es schon ganz schön, wenn wir beispielsweise in Interviews darauf angesprochen werden, dass wir angeblich nie mit Fleischersatz kochen. Abgesehen davon, dass das gar nicht mal so korrekt ist: Frisches Gemüse, gerne so regional und saisonal wie möglich, kommt bei uns auf alle Fälle am allerliebsten auf den Tisch.

Aber heißt das, dass wir nie beherzt in die Tofuwurst beißen, die vorher mit ungefähr einem Kilo Senf beladen wurde? Nein. Wir finden „Fleischersatzprodukte“ auch nicht eklig oder verteufeln den Gebrauch der Worte Steak oder Schnitzel, weil wir Veganer sind. Nehmt das, Landwirtschaftsminister aller Länder! Ich habe als Veganer die verbotenen Worte in den Mund genommen.

Auch wenn wir den Namen dennoch nicht unbedingt mögen, ist Fleischersatz – in welcher Form auch immer – für uns mindestens eine Zutat, die Neu-Veganern den Umstieg erleichtern kann und ansonsten einfach etwas, das schlicht und ergreifend schmeckt.

Allerdings greifen wir meist nur in Ausnahmefällen zu Fertigprodukten. Die sind zwar bei Weitem nicht alle so schlecht, so versalzen und fettreich wie uns von den Medien in den vergangenen Jahren links und rechts um die Ohren gehauen wurde, aber seien wir mal ehrlich: Selbstgemacht ist immer besser.

Und heute ist es endlich so weit. Wir widmen uns nach Jahren, in denen er auf dem Blog eigentlich eher ein Schattendasein fristen musste, unserem allerliebsten Fleischersatz und beweisen dir: Richtig guten Seitan selber herzustellen ist extrem einfach und noch dazu preiswert. Da soll noch mal jemand behaupten, vegan zu leben, wäre nur was für Besserverdienende.

Seitan selber machen

Basics für selbst gemachten Seitan

Lass uns erst mal klarstellen, worüber wir hier reden. Seitan ist grundsätzlich – Achtung, gleich kommt ein Triggerwort – das Gluten, also das Bausteingemisch im Getreide, das dafür verantwortlich ist, dass dein Brotteig aus glutenhaltigem Getreide, also aus Dinkel, Weizen, aber auch Roggen elastisch wird und nicht als undefinierbare Masse endet. Okay, Roggenteig ist ein klein wenig eine andere Geschichte. Der wird zwangsläufig zur klebrigen Masse, aber Gluten enthält er trotzdem.

Das Gluten ist schlicht und ergreifend das Hauptprotein des Getreides und das Klebereiweiß, das das Teiggerüst bildet und zusammenhält. Zum Seitan wird es, wenn Stärke und Kleie aus dem gemahlenen Getreide – meist aus Weizen – ausgewaschen wird. Übrig bleibt ein sehr proteinreiches und damit für die vegane Ernährung gesundes Lebensmittel …

wenn man nicht an Zöliakie oder einer „nicht-zöliakischen Glutensensitivität“ leidet, deren Existenz übrigens nach wie vor umstritten ist. Leider gibt es auch keine Alternative zum Auswaschen des Klebereiweißes, Zöliakie-Patienten sollte man also keinen Seitan auftischen.

Menschen, die nicht von dieser Glutenunverträglichkeit betroffen sind, können Seitanprodukte jedoch ohne Bedenken verputzen und sollten nicht auf reißerische Buchtitel oder Einzelstudien hören. Bitte, Bitte, Bitte.

Eine 1-Sterne Amazon-Rezension zu unserem Buch Vegan kann jeder wird zum Beispiel mit der Behauptung begründet, dass Gluten das „ungesündeste“ Lebensmittel überhaupt sei. Solche brutal-pauschalisierenden Aussagen sind einfach falsch, leider hört man es dennoch aktuell von allen Seiten.

Hey, ich habe Heuschnupfen. Mache ich deshalb die Birke verantwortlich und plädiere dafür, jeden dieser gefährlichen Bäume niederzubrennen? Nö, ich gehe ihm aber gerne aus dem Weg, weil ich weiß, dass wir nicht so gut miteinander können. Es wäre schön, wenn wir uns auch in Sachen Lebensmitteln wieder auf diesem Niveau unterhalten könnten.

Seitan selber machen

Wo kommt das Zeug her?

Bekannt ist die Verwendung von Gluten als Fleischersatz zumindest in China wohl seit dem sechsten Jahrhundert. Vor Jahren hatte ich mal von der Entdeckungsgeschichte gelesen, die Quelle finde ich aber partout nicht mehr. Unterhaltsam ist sie trotzdem und deshalb erzähle ich die Story auch gerne. Quelle hin oder her. #sorrynotsorry

Also: Angeblich lagerten buddhistische Mönche auf einer Wanderung ihre Vorräte nahe an einem Bachlauf und wie es Murphys Gesetz so will, fällt ausgerechnet der Beutel mit dem Getreide für die Nudeln ins Wasser. Da das keiner merkt, baumelt das Zeug so lange in der Strömung, bis die Stärke ausgewaschen ist und nur noch das, jetzt wohl etwas „algig“ gewürzte, schwammartige Gluten übrig bleibt. Ich meine, geben wir es zu: So ein Batzen frisch ausgewaschener Seitan sieht alles andere als ansprechend aus. Aber die Mönche hatten wohl zu viel Hunger, um das gute Getreide einfach wegzuwerfen und scheinbar hat es ihnen auch geschmeckt und deshalb gibt es heute Seitan. Danke, Leute!

Wie gesagt: Ob sich die Geschichte genauso ergeben hat? Keine Ahnung. Sicher ist, dass sich die Verwendung von Gluten in der Küche über die Dynastien hinweg auch in China verändert hat. Ab der Song-Dynastie wird jedoch von mian jin berichtet, was übersetzt so viel wie „Teigsehne“ bedeutet und damit schon mal in die richtige Richtung weist. Auf jeden Fall kam es als Fleischersatz für vegetarisch lebende, buddhistische Mönche, aber auch für die Obrigkeit auf den Tisch, die jährlich eine vegetarische Woche eingelegt hat. Übrigens, auch in Japan, dort allerdings unter dem Namen „Fu“ und in etwas anderer Form.

In den Westen kam mian jin übrigens schon im 18. Jahrhundert und wurde als gesundes Lebensmittel zum Beispiel für Diabetiker angepriesen.

Trotzdem: Seitan, sowohl die Wortschöpfung, als auch das Produkt, wie wir es heute kennen, wurde erst ab Ende der 60er geprägt. Und zwar mit George Ohsawa, der als Erfinder der makrobiotischen Küche gilt und den Begriff Seitan geprägt hat. Die Silben „sei“ und „tan“ bedeuten höchstwahrscheinlich schlicht „aus Gluten gemacht“.

Ab diesem Zeitpunkt ging Seitan dann so richtig um die Welt und – wer hätte es gedacht – wurde so bereits in den 70ern in den USA als Fleischersatz an Vegetarier vermarktet.

Seitan selber machen

Die beste vegane Proteinquelle? Fast.

Gluten enthält viel Protein. Verdammt viel sogar. Auf 100 g etwa 75 g. Ist auch nicht ganz verwunderlich, denn wir haben ja schon gelernt, dass es sich um das Klebereiweiß des Getreides handelt.

Nun unterscheiden sich Seitanprodukte, egal, ob gekauft oder selbst gemacht, natürlich in ihrer Zusammensetzung, pauschal kann man deshalb nicht von einem bestimmten Eiweißanteil sprechen. Ein relativ einfacher Seitan aus Gluten, Wasser, Gewürzen und sonst nichts besteht immer noch zu einem guten Drittel aus Protein und hängt damit sogar Tofu, Tempeh und andere Sojaprodukte ab …

… aber eben auch Fleisch. Seitan wäre also eine gute Antwort auf die Frage, woher Veganer denn überhaupt ihr Eiweiß herbekommen. Die Sache hat allerdings einen kleinen Haken, denn dem Proteinprofil fehlt die essenzielle Aminosäure Lysin und die kann der Körper auch nicht selber bilden.

Blöd? Nur ein bisschen. Es spielt nämlich eigentlich keine Rolle, ob das gesamte Aminosäureprofil in einem einzigen Lebensmittel steckt. Wie auch unser Freund und Ernährungsexperte Niko Rittenau bestätigt, kommt es einfach auf die viel zitierte „ausgewogene“ Ernährung an. Besonders gut wird das Lysin zum Beispiel über Hülsenfrüchte ergänzt.

Heißt also: Seitanaufschnitt zum Frühstück und Linseneintopf am Abend? Passt! Seitanwürstchen im Linseneintopf? Noch besser.

Getreide ist ein großartiges Lebensmittel. Um sein Aminosäureprofil zu vervollständigen, lohnt es sich aber, im Laufe des Tages auch noch an anderer Stelle Hülsenfrüchte zu essen, um dadurch die eigene Proteinzufuhr zu optimieren. So ergänzen sich die einzelnen Proteine untereinander und stehen somit tierischem Protein in nichts nach. Dass diese Kombination zwingend innerhalb einer Mahlzeit vorkommen muss, ist allerdings ein Mythos.
Niko Rittenau, B.A. Ernährungsberatung

Man kann jedoch auch bereits den Seitan „aufmöbeln“, was das Aminosäureprofil angeht. Wir mischen wir schon seit Jahren Bohnen, Kichererbsen oder Mehl aus Hülsenfrüchten in die Seitan-Rohmasse. Ursprünglich, weil es die Konsistenz verändert, aber ist doch auch schön, wenn man die Wertigkeit des selbst gemachten Würstchens so auch noch verbessert.

Kaufen oder selber machen?

Es gibt auf jeden Fall sehr leckere Fertigprodukte aus und mit Seitan und wir würden dir nie vorschreiben, dass du davon auf alle Fälle die Finger lassen solltest. Allerdings stehen diese Produkte nun seit einigen Jahren unter Dauerbeschuss der Medien. Zu viel Salz, zu viel Fett und damit nicht so gesund, wie sich Veganer gerne selbst darstellen.

Unserer Meinung nach ist das eine Streitfrage. Hey, sich nur von Fertigprodukten zu ernähren, ist nie eine gute Idee. Egal, welcher Ernährungsform du folgst. Darf man sich den Griff ins Supermarktregal hin und wieder gönnen? Absolut.

Trotzdem: DIY ist immer besser und Seitan selber machen ist nicht annähernd so schwierig, wie es vielleicht scheint. Und günstig noch dazu. Glutenpulver als Grundzutat kostet etwa 6 € pro Kilogramm als konventionelles Produkt und etwa das Doppelte in Bioqualität. Gewürze und Wasser? Bei der Kostenberechnung eigentlich fast schon zu vernachlässigen. Dazu noch ein paar Cent für den Energieaufwand bei der Zubereitung. Unterm Strich also super für die Haushaltskasse.

Theoretisch nimmst du einfach Weizenmehl und wäschst die Stärke unter fließendem Wasser aus. Fertig. Streichen wir das „theoretisch“ und das „einfach“ mal aus dem Satz heraus und du siehst mich vor mehr als 10 Jahren vor dem Waschbecken stehen, wie ich sehr praktisch und gar nicht mal so einfach mit einem Teigklumpen hantiere. Denn ja, das mit dem Auswaschen funktioniert wirklich, hat aber zwei entscheidende Nachteile. Zum einen verschwendet man einen Haufen Wasser, zum anderen dauert die Herstellung einfach mal knackig lange. Kann man besser verbringen.

Einfacher geht es auf jeden Fall mit Glutenpulver oder „Seitan Fix“ als Basiszutat. Das hat auch den Vorteil, dass Gewürze und andere Zutaten direkt untergemischt werden können, während man den Geschmack von ausgewaschenem Seitan eigentlich nur noch über Marinaden steuern kann.

Seitan selber machen

Zubereitungsarten

Der rohe Pamp, den du zusammengerührt hast, ist, genauso wie roher Brotteig noch nicht genießbar. Die Rohmasse muss vor der Weiterverarbeitung – und dazu zählt dann auch das Braten oder Grillen – gegart werden. Und da gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten.

1. In einem gewürzten Sud kochen

Häufig wird in Zubereitungsanleitungen dazu geraten, den Seitan in einem (sehr) kräftigen Sud zu kochen. Der Seitan nimmt so zwar viel Geschmack aus der Brühe an, allerdings wird der Geschmack der Gewürze, die direkt in den Teig verarbeitet wurden, auch etwas ausgewaschen. Unserer Meinung nach ist die Konsistenz gewöhnungsbedürftig „schwammartig“ und eher weich.

2. Backen

Gebackener Seitan wird im Gegensatz zum gekochten fester und ist super als Aufschnitt geeignet. Für beinahe alles andere wird der Seitan im Ofen allerdings zu zäh.

3. Dämpfen

Unsere Lieblingsmethode. Beim Dämpfen fährt man so den perfekten Mittelweg. Der Geschmack der Gewürze, die man bereits bei der Zubereitung des Teigs verwendet, bleibt erhalten und die Seitanstücke werden weder zu weich, noch trocknen sie aus und werden zäh.

Wir benutzen dazu einfach einen großen Topf mit passendem Dämpfaufsatz, allerdings kannst du natürlich auch einen Dampfgarer verwenden.

Wichtig: Für alle Zubereitungsarten gilt, dass der Seitan anschließend dringend abkühlen sollte und bestenfalls über Nacht in den Kühlschrank darf. Die Konsistenz wird einfach besser.

Seitan selber machen

Konsistenz ist alles

Wo wir gerade beim Thema sind. Die Qualität von selbst gemachtem Seitan steht und fällt einfach mit der Konsistenz. Oha, schreckliche Erinnerungen an den gruselig-schwammigen Klumpen, der da aus dem Topf kam werden wach? Oder an die uralte Schuhsohle, die „dieser vegane Freund aus der WG, in der es immer nach Patschuli oder diesem Kraut riecht, das man nicht rauchen darf“ aufgetischt hat und die nur mit einem Liter Ketchup runterzubekommen war? Been there, done that. Aber weil ich meinen Schwiegereltern schon zu zäh gewordene, selbst gemachte Mock Duck aufgetischt habe, musst du das ja nicht und kannst aus meinen Fehlern lernen.

Die Konsistenz deines selbst gemachten Seitans hängt maßgeblich von fünf Faktoren ab:

  1. Von der Garmethode, das haben wir ja schon gelernt.
  2. Von der Gardauer und der Zeit, die du dem Seitan zum Abkühlen gibst. Klar, ein größerer Seitanbraten braucht einfach länger.
  3. Vom korrekten Flüssigkeitsgehalt für die Zubereitungsart. Und das findet man nur per trial and error heraus.
  4. Von der guten alten Handarbeit.
  5. Und von dem Seitan-Fix-Produkt selbst. Manche Pulver brauchen einfach mehr Flüssigkeit, um sie gut händeln zu können. Mit dem bereits verlinkten haben wir nur gute Erfahrungen gemacht, verwendest du ein anderes, musst du dich unter Umständen an die korrekten Mengenverhältnisse herantasten.

Würstchen vertragen beispielsweise mehr Wasserzugabe, als ein Aufschnitt, der ohne eine bestimmte Festigkeit beim Aufschneiden einfach aufgibt und sich denkt: „Das kurze Dasein als Blob zu verbringen ist auch okay“.

Als Faustregel kannst du dir merken, dass die Flüssigkeit, die du den trockenen Zutaten hinzufügst, etwa im Verhältnis 60/40 stehen sollte. Das gilt sowohl für die Zubereitung im Dampfaufsatz, als auch für gebackene Seitanprodukte, die ohnehin fester werden. Der Flüssigkeitsanteil beinhaltet übrigens auch Zutaten wie Rote Bete oder die bereits erwähnten Hülsenfrüchte, die du bei der Zubereitung im Regelfall mit pürierst.

Und dann ist da noch die Sache mit der Handarbeit (die du glücklicherweise aber auch einer Küchenmaschine übergeben kannst). Damit der Seitan einen guten Biss bekommt, muss er gut geknetet werden. So bilden sich Stränge im Gluten, die dann die faserähnliche Konsistenz bilden. Doch Vorsicht: Seitan kann auch „überknetet“ werden. Wie bei Brot auch gilt hier die Faustregel, dass du dich etwa 10 Minuten so richtig ins Zeug legen solltest. Oder eben auf das Knöpfchen deiner Küchenmaschine drückst.

Im Anschluss wird das Endprodukt geformt. Würstchen und Aufschnitt werden in reichlich Frischhaltefolie oder sehr kräftiges „Butterbrotpapier“ gewickelt und seitlich mit festen Knoten verschnürt. Hier hilft viel auch viel, denn aufgrund der hohen Feuchtigkeit im Teig kann es schnell passieren, dass dir die guten Bratwürste beim Dämpfen um die Ohren fliegen oder zumindest aufplatzen.

Auch Braten kannst du einschlagen. Hier kannst du auch aus Gründen der Abfallvermeidung auf ein sauberes Küchentuch zurückgreifen. Einfach einwickeln, gut verschnüren und ab in den Dämpfaufsatz.

Bei Geschnetzeltem und größeren Brocken für Spieße spare ich mir das Einschlagen komplett. Auch hier ist es von Vorteil, wenn du schon Brotbackerfahrungen hast. Der Teig wird in Form gebracht und dann mehrfach nach innen gefaltet. So sorgst du für eine große Oberflächenspannung, die für ein etwas schickeres Endergebnis sorgt.

Falls der Teig etwas widerborstig ist und sich nur schwer in Form bringen lässt, kann es helfen, ihm etwa 15–30 Minuten Pause zu gönnen. Die gebildeten Glutenstränge entspannen sich dabei leicht, das Formen geht dann einfacher.

Die richtige Würze

Das Glutenpulver als Basis schmeckt erst mal nach sehr wenig, um nicht zu sagen, nach nichts. Perfekte Grundlage also dafür, das Zeug genau nach deinem Geschmack zu würzen.

Zu Basisgewürzen, die ordentlich Umami in die Sache bringen wie Sojasoße, Miso, Hefeflocken oder Tomatenmark kannst du untermischen, wonach es dir gerade ist. Getrocknete Kräuter? Gewürze? Immer rein damit. Es ist immer sinnvoll, trockene Zutaten direkt unter das Glutenpulver zu mischen und flüssige Würzmittel zum Wasser zu geben, mit dem der Teig angerührt wird. So klumpt nichts und alles verteilt sich gleichmäßig.

Übrigens nimmt Seitan auch gut Marinaden an. Es spricht also nichts dagegen, ein Basisrezept auf Vorrat zuzubereiten und dann je nach Lust und Laune zu marinieren.

Haltbarkeit von Seitan

Selbstgemachter Seitan hält sich im Kühlschrank etwa sieben Tage. Achte dabei darauf, dass du ihn in gut und im Idealfall luftdicht verschließbaren Behältern aufbewahrst, so trocknet er nicht aus.

Seitan lässt sich jedoch auch wunderbar einfrieren und büßt beim Auftauen weder in Sachen Geschmack, noch Konsistenz und Optik ein. Es lohnt sich also, gleich eine große Menge auf Vorrat zuzubereiten und dann einzufrieren.

Und wie verwende ich die 5 kg Seitanvorrat jetzt?

Wie. Du. Willst.

Gebraten, als Chunks auf Spießen (etwa unsere Souvlaki-Spieße aus Vegan Street Food) und gegrillt, dünn geschnitten aufs selbst gebackene, frische Sauerteigbrot: Seitan verhält sich auch in der Weiterverarbeitung wie der perfekte „Fleischersatz“.

Geschnetzeltes macht sich als Seitan süß-sauer super im Wok, zu Patties geformt wird Seitan zum perfekten Burger und hey, unsere Seitan-Chorizo ist sogar preisgekrönt. Im Ernst!

Seitan selber machen

Rezepte

Kommen wir zum Eingemachten (ja, du kannst Seitan theoretisch so auch haltbar machen, aber wir bevorzugen das TK-Fach), den Rezepten.

Einmal einen relativ simplen Basic-Seitan, der mit wenigen Zutaten auskommt und eigentlich zu allem passt und einen Kichererbsen-Seitan, der perfekt als Geschnetzeltes oder als Alternative zu Jackfruit in unserem Pulled Jackfruit Sandwich geeignet ist, da er sich sehr schön in feine, faserige Schnetzel zupfen lässt. Und als Bonus gibt es ein Rezept für „Beef“ Seitan.

Seitan – einfaches Basisrezept


Portionen 1 kg

Seitan – Einfaches Basisrezept

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 45 Minuten
Gesamtzeit 55 Minuten
  • Trockene Zutaten miteinander vermengen. Essig in 500 ml Wasser einrühren und unter die Glutenmischung heben.
  • 10 Minuten gut miteinander verkneten, anschließend 10-30 Minuten ruhen lassen. Teig halbieren und die Teiglinge leicht flach drücken. Von allen Seiten straff nach innen falten, umdrehen und rund formen. Dabei darauf achten, dass die Oberfläche schön gespannt und gleichmäßig geformt ist. 
  • Mit Schluss nach unten in den Dämpfaufsatz geben und bei mittlerer Hitze mit Deckel 45 Minuten garen.
  • Anschließend vollständig auskühlen lassen. Für die beste Konsistenz über Nacht in den Kühlschrank legen.

Seitangeschnetzeltes – Chicken Style


Portionen 1 kg

Seitangeschnetzeltes – Chicken Style

Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 45 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde
  • Alle Zutaten bis auf das Seitan Fix mit 500 ml Wasser pürieren.
  • Flüssigkeit zum Seitan Fix geben und 10 Minuten gut miteinander verkneten, anschließend 10-30 Minuten ruhen lassen. Teig halbieren und leicht flach drücken. Teiglinge von allen Seiten straff nach innen falten, umdrehen und rund formen. Dabei darauf achten, dass die Oberfläche schön gespannt und gleichmäßig geformt ist.
  • Mit dem Schluss nach unten in den Dämpfaufsatz geben und 45 Minuten bei mittlerer Hitze und mit Deckel garen.
  • Vollständig auskühlen lassen und in Schnetzel zupfen. Für die beste Konsistenz über Nacht in den Kühlschrank legen.

Unsere Tipps

Anstelle von den Kichererbsen kannst du auch weiße Bohnen oder Tofu verwenden. Mit Bohnen oder Kichererbsen wird der Seitan “faseriger”, mit Tofu etwas zarter.

„Beef“ Seitan


Portionen 1 kg

„Beef“ Seitan

Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 45 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde
  • Trockene Zutaten miteinander vermengen. Tomatenmark, Hefeextrakt, Rapsöl und Essig in 500 ml Wasser einrühren und unter die Glutenmischung heben.
  • 10 Minuten gut verkneten (am besten in der Küchenmaschine mit Flachrührer), anschließend 10-30 Minuten ruhen lassen.
  • Teig halbieren und die Teiglinge leicht flach drücken. Von allen Seiten straff nach innen falten, aufrollen und zu Laiben formen. Dabei darauf achten, dass die Oberfläche schön gespannt und gleichmäßig ist.
  • Mit dem Schluss nach unten in den Dämpfaufsatz geben und bei mittlerer Hitze mit Deckel 45 Minuten garen. Anschließend vollständig auskühlen lassen. Für die beste Konsistenz über Nacht in den Kühlschrank legen.

Unsere Tipps

Der Kakao sorgt für die dunkle Färbung und ein leicht herbes Aroma, welches zusammen mit dem Hefeextrakt tatsächlich „fleischig“ schmeckt. Beim Dämpfen und auch beim Abkühlen kann der Seitan tatsächlich ein wenig nach „Kuchen“ riechen, der schokoladige Geruch und Geschmack verflüchtigen sich aber nach einigen Stunden.

Dir fällt jetzt vielleicht auf, dass die Rezepte nicht den Bildern entsprechen, richtig? Richtig! Wir sind solche Teaser. Unerträglich, oder? Die Meatballs findest du hier, Ribs hier, der Braten folgt noch.

Ein anderes Rezept für wirklich wunderbare Ribs mit einer Geheimzutat findest du in unserem Buch Vegan grillen kann jeder, andere Meatballs für perfekte Sandwiches in Vegan Street Food. Und unsere Dauerbrenner, die Bratwürstchen gibt es bereits hier auf dem Blog.

Welche Fragen zu Seitan habe ich dir noch nicht beantworten können und welches Seitanrezept möchtest du unbedingt auf Eat this! sehen? Wir veranstalten in den Kommentaren ein Wunschkonzert und ich bin megagespannt darauf, was du unbedingt schon mal mit Seitan zubereiten wolltest.

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Die nerdige Hälfte von Eat this! Liebt es, auch aufwändiger zu kochen und ist deshalb vermutlich für die langen Rezepte auf dem Blog verantwortlich. Kann nie genügend Kochmesser haben und liebt Chilis in allen Formen und Farben. In der Freizeit sitzt er gerne auf dem Fahrrad und hört dabei Metal.


283 comments

Gib deinen Senf dazu!

  1. Bin zwar schon seit fast 9 Jahren Vegetarierin, aber habe erst im Dezember bei einem Freund zu Hause das erste mal Seitan gegessen.
    Der war sooo lecker, dass ich mir darauf selbst Seitanfix gekauft hab. Da er den Seitan leider ohne Rezept gemacht hat, bin ich auf meiner Suche auf eure Seite gestoßen.
    Ich muss sagen zuerst haben mich die ganzen mir unbekannten Zutaten vom Beef Seitan etwas abgeschreckt, aber ich konnte die ganzen Zutaten auf zwei Webseiten online bestellen.
    Zwei Wochen später gings dann ans Werk. Und was soll ich sagen.. ich bin hellauf begeistert! Gestern habe ich den Seitan dann noch im Vegan Shephard’s Pie verwendet (Inspo von Jamie Oliver). Das hat so gut geschmeckt, dass ich mir mein selbst kreiertes Rezept sogar aufgeschrieben habe und es sicherlich öfters nachgekocht wird. 🙂

  2. Hallo Jörg,

    bin absolter Seitan Anfänger, habe erst einmal Seitan selber gemacht und heute auf euch gestoßen.
    Hier eröffnen sich ja Welten, bin begeistert!!! Vorallem die veganen Spätzle finde ich total interessant.
    Aber zum Seitan hätte ich gleich einen Wunsch, ganz bescheiden…. Würde gerne Seitanbolognese kochen, habt ihr dazu ein Rezept? Wir lieben die italienische Küche sowie die asiatische, natürlich die schwäbische, ganz klar!!!

    Würde mich riesig freuen über die Seitanbolognese,
    Viele Grüße vom Bodensee
    Conni

    1. Hey Conni,

      haben wir so tatsächlich (noch) nicht, aber du kannst den Beef-Seitan (oder auch eines der anderen Rezepte) im Food Processor fein hacken und damit das Saucen-Rezept für unsere Bolo-Lasagne zubereiten. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

  3. Ich finde es sehr schwierig eine gute Konsistenz zu erreichen. Leider ist es mir auch mit eurem Beef Seitan Rezept nicht gelungen, obwohl ich mich genau an das Rezept gehalten und sogar die gleiche Marke Gluten verwendet habe. Das Ergebnis erinnert eher an ein riesiges Radiergummi mit einer sehr dichten Konsisten, aber dennoch annehmbaren Biss. Als Aufschnitt wäre es wohl gut geeignet, aber leider nicht so wirklich als Geschnezeltes. Ich würde es mir faseriger wünschen. Beim Kneten sah es anfangs noch sehr faserig aus und wollte sich kaum verbinden, am Ende ist es dann noch eine Pralle kugel geworden, die ich wie einen Brotteig rundgewirkt habe. Woran kann das nun liegen? Teig zu feucht oder zu trocken, zu lang oder zu kurz gedämpft?

    1. Hi Nils,

      wir sollten mal Seitan-Kurse anbieten, habe ich das Gefühl. Grundsätzlich ist’s eigentlich kein großes Hexenwerk, wir bekommen aber dennoch hin und wieder ähnliche Rückmeldungen und wissen dann selbst nicht so recht, was bei den Lesern schief gelaufen ist.

      Du schreibst, dass der Seitan einen annehmbaren Biss hatte, aber sich kaum Fasern gebildet haben. Das ist eigenartig, da das Protein- und das Kakaopulver das eigentlich verhindern sollten. Wie lange und mit welchem Hilfsmittel hast du geknetet und ab welchem Punkt hast du bemerkt, dass sich ein zu homogener Teig gebildet hat?

      Liebe Grüße
      Jörg

      1. Ich habe gelesen, dass der Seitanteig tatsächlich zehn Minuten ordentlich geknetet werden muss damit sich Fasern bilden. Ich persönlich hasse das Handgeknete, so lass ich das meine Knetmaschine erledigen. Die bekommt das nach drei Minuten hin. Die Fasern sind dann schön zu sehen. Kein Kurs nötig 😉 liebe Grüsse!

      2. Hey Michaela,

        ich “lasse” auch kneten. Allerdings auch in der Maschine länger (mindestens 10 Minuten) und das Problem ist natürlich: Nicht jede*r hat den Luxus einer solchen Knethilfe. 🙂

        Liebe Grüße
        Jörg

    1. Hey Henrike,

      es kommt immer ein bisschen auf das Rezept an. Von Hand geht immer, die Küchenmaschine mit Haken auch. Manchmal, bei Rezepten mit viel Feuchtigkeit, wie beim Beef-Seitan ist das Paddel-Dingsbums sogar noch besser.

      Liebe Grüße
      Jörg

      1. Hallöchen!
        Da sowohl mein Handrührgerät als auch meine Küchenmaschine schon etwas in die Jahre gekommen sind (wurden von der Schwiegermama an uns weiter gereicht), überlegen wir, mit welchen Geräten wir sie ersetzen können. Eure Rezepte sind der HAMMER und wir wollen sie in Zukunft noch besser nachkochen können! 😁
        Denn die alte Kü-Ma macht aus dem Seitanbeef leider einen eher ledrigen Klumpen. Wenn ich mehr Wasser zugebe, kriecht der Klumpen mit großer Sauerei unters Messer und 10 Minuten mixen am Stück packt sie auch nicht, da muss ich 2x 5 min mit Pause zum Motor-Abkühlen machen. Ist auch mehr ein Mixer als eine Teigknetemaschine. Deshalb frag ich auch gar nicht, warum mein Beef zum Lederfußball wurde, ich kann es mir schon denken… 🤓
        Mit Haken und Paddel ist die wahnsinnig hübsche Küchenmaschine von K.A. gemeint, die es in so vielen tollen Farben gibt, gell? Sorry fürs Nachfragen, aber ich möchte sicher sein, dass das Thema Seitan mit dem neuen Gerät funktioniert und ich beim Essen nicht mehr die traurigen Blicke meines Partners ertragen muss. 😉
        Danke und liebe Grüße!

  4. Danke, Danke…..
    Welch geile Rezepte!
    Endlich, nach zahlreichen Fehlschlägen am Seitan-Ziel angekommen.
    Es ist wirklich erstaunlich welche Qualitätsunterschiede es bei den verschiedenen seitan-Fixes gibt, euer empfohlenes ist jedenfalls der Hammer!
    Danke, macht weiter so, Ihr seid eine Bereicherung jeder Küche
    Hail Seitan 😈

  5. Servus Jörg,
    auch wenn man schon wirklich weit scrollen muss, um bei diesem Eintrag zum Kommentieren zu kommen, habe ich Fragen.
    Die Bilder sehen so unglaublich gut aus, der Braten macht mich jedes Mal wieder an. Aber meine eigenen Experimente dazu waren leider von wenig Erfolg gekrönt. Habt ihr das noch auf der ToDo-List?
    Schwierigkeiten Seitan bei uns weiter zu etablieren macht mir leider der Grund- / Eigengeschmack der Masse, der bisher immer wieder durchkam. Hier habt ihr schon geschrieben, dass das am Pulver liegen kann. Ihr habt schon unterschiedliche Seitanpulver getestet. Wollt ihr nich mal mit dem Hersteller eures Lieblingsprodukts verhandeln und dann hier einen Eintrag sponsern lassen?
    Mir wird Seitan oft zu trocken und auf dem Feld experimentiere ich viel herum. Letztens habe ich eure Methfettaugen aus dem Hackes Rezept versucht mit einzubauen. Leider unter etwas hektischen Umständen, daher waren sie nicht gefroren und geraspelt, sondern nur als Masse. Der Effekt war daher leider nicht deutlich, aber ich kann mir vorstellen, dass da mit etwas mehr Muse was dabei rumkommen kann. Habt ihr mit der Kombi schon mal gespielt? Oder gibt es andere Wege, die zu etwas mehr Fett – auch als Geschmacksträger – in den Seitan zu bekommen?
    Vielen Dank, ich bin schon gespannt 🤩

    1. Hey Chris,

      erstmal muss ich sagen, dass ich den Begriff “Methfettaugen” ziemlich gelungen finde. 😂

      Den Braten habe ich abgespeichert, aber die Veröffentlichung wird noch dauern – vor allem, da ich ja jetzt erstmal den Seitan-Speck aufs Blog bringen muss. 😉

      Unser Seitan-Lieblingsprodukt ist in den Rezepten seit jeher verlinkt, ich habe für den Speck aus dem Flammkuchenrezept aber auch das Pulver von Veganz verwendet, mit dem viele Probleme zu haben scheinen und das ging auch. Es scheint also so, als gäbe es bei der Verarbeitung noch andere Faktoren, die ich echt noch nicht ausmachen konnte.

      Welches Pulver verwendest du denn meistens?

      Liebe Grüße
      Jörg

      P. S.: Das Methfett spielt auch beim Speck eine Rolle. Und zwar genauso, wie du es bisher verwendet hast. 😉

      1. 🤗 dann warte ich gespannt auf den Speck und den Braten und mach dann Braten im Speckmantel 🤩🥳

        Mit extra viel Methfettaugen 😉

        Verzeih mir bitte meine schlechte Recherche zu eurer Empfehlung zum Seitan Pulver.
        Verwendet hab ich bisher hauptsächlich den Bio Seitan Fix von Edna, kennt ihr den? Und danach, naja, ich konnte ja nicht nur 100 Gramm Methylcellulose für das Hackes bestellen…
        Wenn die 3kg dann mal weg sind, werd ich eurer Empfehlung nachkommen 🤦‍♂️
        Liebe Grüße
        Chris

      2. Jörg, großes Kompliment für die Basic-Rezepte! Alle!
        Von dem (Golden Peanut-)Seitan, auf den du verlinkt hast, gibt es auch eine Bio-Variante. Kennst du die?

      3. Klasse, das Feedback freut mich riesig!

        Nein, die Bio-Variante haben wir noch nicht getestet, sorry.

    2. Ich habe mir jetzt mal Dinkelgluten bestellt und bin dann auf die geschmacklichen Ergebnisse gespannt. Mein Experiment gestern, Gluten aus Dinkelmehl auszuwaschen, hat mir schonmal ein leckeres Geschmackserlebnis beschert. Es hatte nicht diesen komischen “Nudelgeschmack”, den Seitan manchmal so mit sich bringt. Ich hoffe, mit dem Pulver bekomme ich ebensolche tollen Ergebnisse.

      1. Hey Monika,
        Hast du schon Erfahrungen mit dem Dinkelgluten gemacht? 🙂

    1. Also hier stellen wir ja drei Rezepte vor, nur in einem verwenden wir Hülsenfrüchte im Ganzen. Verträgst du denn auch Kichererbsenmehl und das isolierte Sojaprotein nicht? Im Regelfall geht es bei einer Unverträglichkeit ja meist um die Bohnen etc. in der ursprünglichen Form.

  6. Ich muss sagen, dass mich euer Beef-Seitan wirklich überzeugt hat! Genau das fehlte mir noch! Nach 2 Tagen hat es allerdings nochmal nachgezogen! Ich freue mich schon auf Rouladen und co 🙂

      1. Das Beef ist der Knaller! Was mich interessiert: Was genau ist die Funktion des Proteinisolats?

        Liebe Grüße
        Moritz

      2. Hey Moritz,

        super, das freut mich! Das isolierte Proteinpulver lockert die Teigstruktur auf und verhindert, dass der Seitan diese gummiartige Konsistenz bekommt, von der man immer mal wieder liest. Dabei übernimmt es eine ähnliche Funktion wie das Kichererbsenmehl oder die ganzen Kichererbsen in den anderen Rezepten, wird dabei aber zarter und weniger faserig (was man bei den „No Chicken“-Rezepten ja haben will).

        Liebe Grüße, Jörg